Abbruchsignal

Wichtig oder Unwichtig ?

Aus meiner Sicht ist das Abbruchsignal eines der wichtigsten Signale für dich und deinen Hund. In der Erziehung sollte das ein wesentlicher Bestandteil sein. Dieses Signal hat den Nutzen unerwünschtes Verhalten deines Hundes zu unterbrechen bzw. zu beenden. Das klassische Beispiel ist, wenn dein Hund etwas ins Maul nimmt obwohl es für dich in diesem Moment nicht gewünscht ist. Darüber hinaus kannst du auch jede Handlung, wie ein Anfixieren eines anderen Hundes in der Ferne oder ein Verschnuppern am Baum oder auch das Ablassen eines Spielzeuges oder Futter, damit beenden. Desweiteren hilft dir das Abbruchsignal beim Wechsel in einen anderen Gangmodus. Du hast beispielweise deinen Hund gerade in die Freizeit geschickt in der er uneingeschränkt auf der Wiese umher tollen kann. Nun möchtest du aber mit deinem Hund den Heimweg antreten. Über das Signal kannst du diese Freizeit aktiv beenden und ihn wieder in das gemeinsame Gehen nehmen. So ist für deinen Hund alles ganz klar geregelt.

Eindeutigkeit

In jeder Beziehung, sei es die Mensch- Mensch- oder die Tier-Tier- oder eben die Mensch- Hund- Beziehung, gibt es Signale die gewisses Verhalten beeinflussen.Über diese Struktur kannst du viel eindeutiger mit deinem Hund agieren. Du definierst was gewünscht ist und wann. In unserer, für den Hund viel zu unklaren Menschenwelt, bist du als Halter für deinen Hund verantwortlich und zeigst ihm was geht und was nicht. Hunde denken nicht darüber nach ob das, was sie da gerade vom Boden auflesen sie in Gefahr bringen könnte oder ob dieses impulsive, überdrehte Verhalten eines Artgenossen gegenüber angemessen ist oder nicht. Sie verhalten sich hündisch, gemäß ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen situativ entsprechend. Im Sinne des Hundes ist das erst einmal immer richtig. Doch in unseren, vorrausschauenden Augen ist das nicht immer passend.

Unklarheiten beseitigen

Du benötigst dafür genau EIN Signal und dieses gilt für jede abzubrechende Handlung. Du brauchst kein „Nein“, „Pfui“, „Aus“, „Lass das“, „Schluss jetzt“. Damit kann dein Hund nicht viel anfangen. Dazu bringt es auch dich vollkommen durcheinander und stört nur deine Klarheit. Wähle dir ein Signal aus, dass nicht gängig in deinem alltäglichen Wortschatz vorkommt. So bringst du deinen Hund nicht in eine unklare Situation.

Die ersten Schritte

Im ersten Schritt erklärst du deinem Hund das neue Signal über Futter und in deiner Nähe. Du erschaffst dabei einen klaren Ja-Nein Dialog. Wenn dein Hund diese erste Struktur verstanden hat, transportierst du Gelerntes auf Objekte und später auch in die Ferne. Im letzten Schritt vermittelst du deinem Hund das ebenfalls Handlungen wie schnuppern, bellen und/oder fixieren auf dieses Signal eingestellt werden sollen. Über diese Neuheit in eurem Miteinander kommst du deinem Ziel eines harmonischen Alltags mit deinem Hund wieder ein Stück näher. Außerdem wird dein Hund über diese neu gewonnene Klarheit sehr dankbar sein. Du vermittelst wieder ein Stück mehr Führungsstärke, Handlungssicherheit und gibst genau vor was du von deinem Hund erwartest.  Ich wünsche dir dabei viel Erfolg.

Nicole Hertel

…damit Mensch und Hund sich verstehen.

2018-03-05T23:00:03+00:00By |